ES REICHT! UNSER CLUB BRAUCHT EINEN UMBRUCH UND NEUSTART!

Aktuell hat Corona die Fans an der Listenspitze gefährlicher Viren im deutschen Fussball abgelöst. Es ist nicht klar, wie es in den kommenden Wochen im Profifussball weitergehen wird. Unter den Kernbergen ist jedoch eines glasklar – so wie in den letzten Monaten kann und wird es nicht weitergehen können.

Wir sind keine Fans, welche sich dem Treiben der Gremien und Entscheidungsträger hingeben und lediglich an den Stammtischen oder in den sozialen Medien wettern. Ebenso sind wir nicht mehr willens, einen Tiefschlag nach dem Anderen zu ertragen und dabei mit ansehen zu müssen, wie nicht nur ein schwer erkämpfter Aufstieg verspielt wird, sondern auch die generelle Zukunft unseres Fussballclubs am seidenen Faden hängt. Alle gewählten und/oder eingesetzten Verantwortungsträger des eingetragenen Vereins und die Geschäftsführung der Spielbetriebs-GmbH müssen im Sinne einer nachhaltigen Ausrichtung des FC Carl Zeiss umgehend die Konsequenzen aus einer längst überfälligen schonungslosen Selbstreflexion ziehen.

Zugegebenermaßen fällt es nicht leicht, alle Punkte zu ordnen, da sich im Roland-Ducke-Weg inzwischen ein wahrer Sumpf an Konsequenzen aus Fehlentscheidungen, Arroganz, Misswirtschaft und falscher Prioritätensetzung entwickelt hat.

Die jüngsten Ereignisse rund um öffentlich gewordene Trainings- und Führungsmethoden von Kenny Verhoene haben das randvolle Fass zum Überlaufen gebracht. Ist diese Causa selbst schon schwerwiegend genug, offenbart sie doch obendrein einmal mehr ein miserables Krisenmanagement. Die FCC-Welt wünscht eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle und Vorwürfe, da dem Aushängeschild unseres Vereins ein mindestens mittelfristiger Schaden droht, mit schwer absehbaren Folgen für die kommenden Spielzeiten und Durchlässigkeit an konkurrenzfähigen jungen Spielern. Stefan Treitl und Heiko Nowak haben direkt nach Kenntnisnahme Verantwortung übernommen und sich der Aufarbeitung verschrieben. Anstatt gemeinsam eine vorübergehende Intransparenz gegenüber dem erst seit wenigen Tagen konstituierten Präsidium als vermeidbaren Fehler zu bewerten, erfolgt eine Entlassung von Nowak und das Erzwingen eines Rückzugs durch Treitl selbst. Statt bis zur finalen Aufklärung, an welcher auch Ermittlungsbehörden beteiligt sind, die Verursacher Kenny Verhoene und Jens Förster mit sofortiger Wirkung vor die Tür zu setzen (allein der begründete Verdacht genügt), werden zwei andere verdiente eV-Mitarbeiter „geopfert“. Anstatt Konsequenz zu zeigen und ein klares Zeichen an alle Eltern, Spieler, Mitglieder und Fans zu richten, entsteht der Eindruck, die mehr als zweifelhafte Gunst der Stunde zu nutzen und sich intern unbequemer Mitstreiter zu entledigen. Verhoene und Förster derweil stehen weiter am Trainingsplatz und rechtfertigen klar übergriffige und unwürdige Methodik mit einem harten Führungsstil in der Nachwuchsentwicklung und verkaufen die blaugelbweiße Öffentlichkeit für dumm. Wir attestieren eine Verdrehung der Tatsachen und eine schwerwiegende Fehlentscheidung. Auch aus sportlichen Gesichtspunkten ist Kenny Verhoene alles andere als unantastbar. Uns allen ist das peinliche Kompetenzgerangel mit Cheftrainer Mark Zimmermann im Gedächtnis, was die Entlassung Zimmermanns und eine inkonsequente Delegierung von Verhoene in andere Aufgaben zur Folge hatte. Die Verantwortung für die Kaderzusammensetzung und Personalentscheidungen übernahm Kenny Verhoene damals nicht in ausreichendem Maß. Klar ist auch, dass es schon länger brodelnde Unzufriedenheit mit dem Tun, Handeln und Auftreten Verhoenes innerhalb der Elternschaft gibt und der folgenschwere Abstieg in die Regionalliga in der vergangenen Saison als absolut unnötig zu bewerten ist.

Auch unabhängig von den jüngsten Ereignissen im Nachwuchsbereich müssen nun endlich radikale Konsequenzen an der Spitze des FCC gezogen werden. Der absehbare Abstieg in die Regionalliga darf nicht nur auf dem Papier und im Kader spürbar sein, sondern muss schlichtweg auch die Verantwortlichen mit einbeziehen. Die Gremien des eingetragenen Vereins und die Geschäftsführung des FC Carl Zeiss haben es bis Mitte März 2020 versäumt, die Position des Sportlichen Leiters zu besetzen. Allein hierin liegt eine eklatante Fehleinschätzung des tatsächlichen Bedarfes und versäumte Lernbereitschaft. Bis zur Mitgliederversammlung am 8. Januar 2020 verfügte kein Gremium und auch die Geschäftsführung über exakt null nachgewiesene sportliche Kompetenz. Auch die allerwenigsten neuen Präsidiumsmitglieder und Aufsichtsräte bringen diese unentbehrliche Kompetenz ein. Chris Förster, Klaus Berka und auch Mario Voigt klammern an ihren Posten, statt Verantwortung für wiederholende Fehleinschätzungen und –entscheidungen zu übernehmen. Der sich anbahnende Stadionumbau scheint derart viel Licht zu versprechen, dass die Erwartung des Sonnens offensichtlich das Auge fürs Wesentliche verschließt. Die Personalpolitik im Umgang mit Lukas Kwasniok, Rico Schmitt und auch Kenny Verhoene spricht Bände und die ausbleibende Mitverantwortung zieht sich wie ein roter Faden hindurch. Als wäre es noch nicht fatal genug, regiert Roland Duchatelet aus Belgien sämtliche Entscheidungen. Inzwischen relativieren Chris Förster und Klaus Berka die Einflussnahme durch Duchatelet schon gar nicht mehr, welcher mit telefonischer Standleitung jede Entscheidung stark beeinflusst. Die Haltung gegenüber Roland Duchatelet hat sich in weiten Teilen der Anhängerschaft gewandelt, da die zunehmende offenkundige Einflussnahme nicht mal mehr hinter verschlossenen Türen stattfindet. Die erdrückende Schuldenlast, welche durch weitere Rangrücktrittserklärungen seitens Duchatelet (und nur dann) maximal aufgeschoben wird, steigt in nicht mehr greifbare Höhen und ist längst nicht mehr zu kontrollieren. Duchatelet verfügt überdies über keine sportliche Kompetenz und hat im Rahmen seiner Beteiligungen in Europa noch nie natürliche Entscheidungsprozesse eines Vereins mitgetragen. Es ist nicht absehbar, wie sich ein weiteres Schuldenmachen bei einem belgischen Rentner auswirken wird. Die lokale, regionale und überregionale Sponsorenlandschaft zieht seit einigen Jahren ihre Schlussfolgerungen und hält sich merklich in der FCC-Unterstützung zurück.

Hinzu kommt, dass keinerlei Anstrengungen dahingehend unternommen wurden, den aktuellen Spielerkader vor der Saison auf die besondere Situation einzuschwören und demütiges Verhalten gegenüber unserem Club, seiner Historie und Anhängerschaft zu vermitteln. Hierhin liegt Verantwortung für das historisch schlechteste Verhältnis der Profispieler mit Fans aller Couleur und Stadionbereiche, auch losgelöst vom sportlichen Desaster.  

Neben dem aktuellen Präsidenten Klaus Berka, dem GmbH-Geschäftsführer Chris Förster und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Mario Voigt – welcher sich als stellvertretender Landesvorsitzender der Thüringer CDU als Mittelpunkt des korrekten Handelns sieht, jedoch jede strategische Beteiligung am Wahldesaster vom 5. Februar in Erfurt und dem damit verbundenen klaren Fußtritt gegen das FCC-Leitbild mit unreflektierter Arroganz dementiert  – sind auch alle anderen Gremienmitglieder der letzten „Legislaturperiode“ in der Pflicht, die eigene Rolle zu hinterfragen. Ein Amt im FC Carl Zeiss Jena (e.V.) dient nicht dem Selbstzweck und der gesellschaftlichen Aufwertung, sondern der FCC gebührenden 24/7-Hingabe, mit hochgekrempelten Ärmeln. Ein bestimmter und auf Nachhaltigkeit ausgelegter Neuanfang legt auch den angesprochenen Personen einen Rücktritt nahe.

Die unterzeichnenden Fangruppen, Fanclubs und unzählige Einzelpersonen fordern eine klare Zäsur angesichts der Entwicklungen des FC Carl Zeiss Jena in den letzten Monaten. Der Blick muss nach vorn gehen und den überlebenswichtigen Fokus auf eine nachhaltige Entwicklung des Schuldenabbaus, eine wirtschaftliche und sportliche Konsolidierung und eine Konzentration auf die Stärken und Potentiale unseres Vereins nicht verlieren.

Wir fordern den Rücktritt von Klaus Berka und Mario Voigt, welche in ihrer führenden Rolle beim Hauptgesellschafter der Spielbetriebs-GmbH eine immense Mitverantwortung für den sportlichen, wirtschaftlichen und moralischen Absturz und schlechtes Krisenmanagement des FCC tragen.

Nicht minder bedeutend ist der freiwillige oder über die Gesellschafterversammlung erzwungene Abgang von Chris Förster, welcher endlich gerade stehen muss für die oben genannten Versäumnisse und Entscheidungen. Die ernsthafte Prüfung einer mittelfristigen Aufkündigung des Vertrages mit Roland Duchatelet muss von potentiell neuen Verantwortlichen mit Ernsthaftigkeit verfolgt werden.

Die fristlose Absetzung von Kenny Verhoene ist ebenfalls nicht länger aufzuschieben. In der Konsequenz fordern wir eine sofortige Rücknahme der fristlosen Kündigung von Heiko Nowak, ebenso das Widereinsetzen von Stefan Treitl und eine schonungslose Aufklärung und Positionierung für etwaige zukünftige Fälle.

Der zum Rücktritt aufgeforderte Präsident ist hiermit zuguterletzt noch dazu aufgerufen, zeitnah (d.h. vor Saisonende) eine außerordentliche Mitgliederversammlung des eingetragenen Vereins einzuberufen und damit einer ausgesprochen realistischen Willenserklärung von einem Fünftel der stimmberechtigten Mitglieder zuvorzukommen.

MACHT DEN WEG FREI – DER FCC BRAUCHT EINEN RADIKALEN UMBRUCH UND NEUSTART!

Mit der Kraft ewiger blaugelbweißer Treue und Loyalität!       

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