Auswärtssieg

28 Sep

Den ersten Auswärtssieg dieser Saison gab es beim heutigen Spiel gegen den ZFC Meuselwitz. Endstand 2:3

“unbeugsam und unverkäuflich” – Bratwurstdealer ’213

22 Sep

Bratwurstdealer ’213, 20.09.2014, Heimspiel VFC Plauen:

[...]

 

Hallo liebe Freunde und Kritiker,

abermals wollen wir heute ein paar Worte zur aktuellen Situation loswerden. Nach und nach wandert die Rubrik von der investigativen Aufklärungsecke, in die Informations- und up-to-date-Ecke. Das ist auch gut so, schließlich muss es nach vorn gehen.

Dabei helfen viele Faktoren: die unbändige Liebe zum Club, seinen Farben, unsere Verwurzelung in diesem Stadion. Aber auch die Motivation als Ultras, wie ein Gewissen immer wieder Aufmerksamkeit für wichtige Dinge anzuregen. Das Ganze kann man durchaus auch unabhängig vom Stimmungsverzicht so sehen, denn schließlich ist dieser, wie wir oft und gern betonen, eine Banalität im Vergleich zur Bedeutung des Umgangs mit der Zukunft dieses Vereins bzw. seiner Außenwirkung. Allerdings appellieren wir auch an Euer Verständnis als BD-Leser, da es im Grunde ein Akt der Unmöglichkeit ist, Euch mithilfe dieser 14-tägig erscheinenden Postille wirklich immer den gerade aktuellen Stand der Bemühungen abzubilden. Zu viel geht hier sprichwörtlich hin und her, verschärft sich und entschärft sich am nächsten Tag wieder.

Wir geben unser Bestes, die Fanszene des FC Carl Zeiss auf diesem Wege mit einer sinnvollen Tiefe an Informationen zu versorgen. Am besten ist es aber immer, dass ihr mutig und ambitioniert seid und Euch in Gesprächen direkt mit Euren Fragen und Kritiken an uns wendet bzw. die Gesprächsangebote annehmt. Nur so ist es auch in Gänze möglich, alle Gedanken zum aktuellen Status Quo einzusammeln und einzubringen.

Zuletzt haben wir bereits skizzieren können, welche Ansätze und Gedanken wir in Gesprächen mit diversen „Playern“ eingebracht haben.

Leicht erschüttert sind wir immer wieder, wenn wir in den unzähligen Face-to-Face-Gesprächen mit allen möglichen mal mehr und mal weniger bekannten Gesichtern der Fanszene feststellen, wie wenig denn tatsächlich über die Umstände und Ausgestaltung des Investoren-Einstieges bekannt ist. Auch die bis dato größten Hardliner in Bezug auf die Ultras-Kritik waren schon darunter, inklusive Feststellung, dass wir ja A) gar nicht so „sch*****“ sind und B) manch Gedanke bezüglich z.B. des Darlehens absolut nachvollziehbar ist. Augenscheinlich geht der Großteil noch zu oberflächlich an die Thematik heran und hinterfragt nur geringfügig die Ursachen, Abläufe und Konsequenzen. Dies ist auf der einen Seite nachvollziehbar, schließlich genoss und genießt z. B. Rainer Zipfel eine große Rückendeckung im Verein. Auf der anderen Seite ist es aber auch wiederum nicht nachvollziehbar, schließlich zaubern wir die Argumente der aktuellen Initiative nicht aus dem Reich der Märchen. Leider verzerrt dies ein wenig das Bild, sollte man doch davon ausgehen können, dass eine solch schwerwiegende Entscheidung auch entsprechend hinterfragt ist.

Genau genommen öffnet diese Informationsasymmetrie aber wiederum viele Spielräume für die Argumentation, sich die genauen Hintergründe doch mal spätestens jetzt zu Gemüte zu führen und dabei auch mal unangenehme Fragen öffentlich zu stellen: was ist über Jahre offenkundig nicht gut gelaufen bzw. welche Ideen griffen aus welchen Gründen nicht, dass der beinahe komplette Anteilsausverkauf als „letzte Chance“ wahrgenommen wurde? Welche Erkenntnisse gilt es daraus zu ziehen und was kann und muss von der aktuellen Vereinsführung anders gemacht werden? Welche Erfahrungen kann ich mitnehmen, um wieder mehr Zeit und Hirnschmalz (gern auch aufs Kollektiv der Anhängerschaft bezogen) in die Außendarstellung, Image und Attraktivität des FC Carl Zeiss Jena zu stecken?

…die Liste dieser und artverwandter Fragen könnte man bis zum Ende dieses Heftes fortführen. Wir versuchen, diese Fragen zu stellen, in dem wir das sehr gute Verhältnis zu den Geschäftsführern, Präsidenten und Mitgliedern anderer Gremien dafür nutzen. Auch wenn die Ansichten im einen oder anderen Detail verschieden sind, so ist das Verständnis doch da und somit auch eine Arbeitsgrundlage.

Gesprächsrunden und Treffen gab und gibts es viele, beinahe täglich wird sich hier und da zusammengetan, vermittelt oder telefoniert. Dutzendfach tauchen Argumente auf der Pro- und Contra-Seite auf, Niemand kann für sich behaupten, alles ganz genau zu kennen und zu wissen. Überall findet man, auch bei Entscheidungsträgern, Aufklärungs- und Wissenslücken, sowie Nachholbedarf. Davor ist Niemand gefeit, was aber auch nur zu normal und menschlich ist. Jedes Gespräch bringt für uns die eine oder andere neue Erkenntnis mit sich.

Zuletzt kündigten wir an dieser Stelle zum Beispiel ein bevorstehendes Treffen mit dem Aufsichtsrat an, ganz einfach weil die grundsätzliche Bedeutung dieses Gremiums eine wichtige Rolle im Prozess spielt. Bedauerlicherweise kippte der Termin kurzfristig, da der Aufsichtsrat vom eigenen Vorsitzenden selbst zwischenzeitlich unmöglich gemacht wurde. Erinnert sei an dieser Stelle an die peinliche Posse, die Herr Töpel zwei Tage vor dem Halberstadt-Heimspiel in der BILD-Zeitung vom Stapel ließ. Dass der Aufsichtsrat an sich, beim Gedanken an eine ausgeweitete Darlehensentscheidung natürlich die eigenen Kompetenzen schwinden sieht, ist einerseits nicht verwunderlich, andererseits aber doch erschreckend. An diesem Punkt sei ganz einfach an die Vereinssatzung verwiesen, welche die MV immer noch als das höchste Vereinsgremium führt. Dies aber an dieser Stelle vorerst nur zur Abbildung vollständigkeitshalber.

Leider hat es in der vergangenen Woche nicht mit einem ausführlichen Treffen mit dem Präsidium geklappt, was am heutigen Vormittag in den Vereinsräumen nachgeholt wurde. Dieses Date ist – auch unabhängig von den aktuellen Debatten – ohnehin überfällig, nicht zuletzt auf Grund der personellen Neu-Besetzung. Hier sollte es in erster Linie darum gehen, dass die noch recht frisch im Amt befindlichen Mitstreiter von Lutz Lindemann erstmal Einblicke in die Arbeit der Kurve und Zusammenhänge innerhalb der Fanszene bekommen. Erst dann macht es auch Sinn, tiefgründig auszuloten, welche vereinspolitischen Schritte man gemeinsam, unter Hinzuziehung des mannigfaltigen Potentials des Vereins, angehen kann. Zur Stunde kann und sollte ein erster Schritt zumindest der offizielle Startschuss des bereits auch im BD angekündigten „Kreativzirkels“ sein.

Dieser Begriff ist aktuell (noch) ein Arbeitstitel der schon weit gediehenen und in groben Zügen konzipierten Idee, ein Gremium, bestehend aus Vertretern sämtlicher vereinsinterner und im direkten Umfeld existierender Interessengruppen und Zusammenschlüsse, aufzustellen. Dieser arbeitsfähige Zirkel soll zur Findung, Analyse, Priorisierung und wirtschaftlichen Bewertung von Konzepten und Kampagnen im Bereich derzeit noch gar nicht bzw. nicht effektiv genutzter Finanzierungsmöglichkeiten eingesetzt werden. Genau an der Stelle, wo den Vereinsmitarbeitern im Alltagsstress der Geschäftsstelle simpel die Zeit und auch Raum für Kreativität fehlt. Der Kreativzirkel soll schnellstmöglich ins Rennen gehen und bewusst ohne Einschränkungen einarbeiten. Er befasst sich im Idealfall schnell mit sämtlichen Mitteln und Wegen, auf sauberen und risikofreien Wegen Geld in Verein und GmbH zu wirtschaften (bzw. Ausgaben zu senken), dabei sollen beispielsweise sowohl die Strukturen im Verein und dessen Umfeld, Ideen zur Unterstützung der Vermarktung (sämtlicher Bestandteile und Merkmale), das Merchandising, die Außendarstellung/Öffentlichkeitsarbeit, die Mitgliedschaft, die wirtschaftliche Expertise, die Kraft des Ehrenamtes, die Aktivierung der Anhängerschaft, die Kampagnenarbeit und die Einbeziehung altgedienter Größen des Jenaer Fussballs/Sports beleuchtet werden.

Es tut Niemandem weh, es kostet kein Geld, es schärft Verständnis und Kommunikation – es geht nach vorn. Wir hoffen, dass der Arbeitskreis in den nächsten Tagen offiziell starten kann.

„Wir“, das ist nicht etwa die HA, die Kurve oder nur der SK-Rat. „Wir“, das ist inzwischen eine wachsende Initiative, die bereits namhafte Institutionen und Fanclubs als Unterstützer hinter sich hat, beispielhaft sind hier der Vorstand des „Supporters Club“ und auch der älteste und wohl auch größte Fanclub „Eagles“. Auch ein Rainer Zipfel hat sich in einer zeitintensiven Gesprächsrunde, an der auch die beiden Geschäftsführer teilnahmen, schon von der Idee überzeugen lassen und der Initiative mit den Argumentationsdetails große Chancen ausgerechnet. Nun geht es darum (die ersten Gespräche laufen bekanntermaßen bereits seit geraumer Zeit), die Argumentation auszubauen und einer Stakeholder-Identifikation zu folgen: dutzende Institutionen im Vereinsumfeld, Fanclubs, Einzelpersonen (hier vor allem Meinungsträger) und Medienvertreter werden in Gesprächen und Gesprächsrunden davon zu überzeugen sein, dass dies ein wichtiger und nachhaltiger Weg für den FC Carl Zeiss Jena ist, der dauerhaften sportlichen Erfolg mindestens genauso wahrscheinlich macht, wie eine Darlehensaufnahme. Neue Dates stehen an, viele wichtige Leute und Interessengruppen werden in den kommenden Tagen angesprochen.

Ihr hört von uns!

FÜR IMMER FCC!

 

[...]

Heimsieg gegen Plauen

20 Sep

Im Heimspiel gegen den VFC Plauen gewann unsere Mannschaft deutlich mit 5:0.

Mehr Farbe in die Stadt…

13 Sep

Das Projekt “1903prozent für alle” wartet mit einem neuen Video auf. Zur Projektseite und Kontakt-/Unterstützungsmöglichkeiten gelangt ihr hier:

http://www.1903prozent-für-alle.de/

Unentschieden in Babelsberg

13 Sep

Gegen den SV Babelsberg 03 gab man den Sieg in der letzten Minute noch aus der Hand. Am Ende reichte es nur zu einem 2:2 im Karl-Liebknecht-Stadion. 

Thüringenpokal

7 Sep

In der zweiten Runde des Thüringenpokals spielte unsere Mannschaft gegen den SC Leinefelde 1912. Mit einem 2:4 Erfolg zogen man in die dritte Runde ein. Am Abend wurde noch der 10. Geburtstag der HArakiri gefeiert.

Alles Gute zum Geburtstag – HArakiri 2004!
FÜR IMMER PROBLEMKINDER! 

Erneuter Heimsieg

3 Sep

Im Heimspiel gegen Viktoria Berlin gab es den nächsten Heimsieg.  

“unbeugsam und unverkäuflich” – Bratwurstdealer ’211

31 Aug

Bratwurstdealer ’211, 30.08.2014, Heimspiel Germania Halberstadt:

[...]

 

Wir haben zum Saisonauftakt gegen den BFC Dynamo im BD209 angekündigt, dass wir in Kürze mehr über eine, gemeinsam mit der Vereinsführung, erarbeitete Idee veröffentlichen werden. Zwar sind wir im Moment noch in einer sehr heißen und wichtigen Phase der Gespräche, allerdings muss zu viel Geheimniskrämerei auch nicht sein. Von daher findet Ihr heute auch wieder einen Beitrag unter der „UuU“-Rubrik, welche uns auch in der nun angelaufenen Hinrunde ein steter Begleiter sein wird.

Lange Rede, recht kurzer und prägnanter Sinn: wir sind davon überzeugt und motiviert, die aktuelle Vereinsführung, die leitenden Mitarbeiter der Spielbetriebs-GmbH und relevante Vereinsgremien bei der Vorlage eines Mitgliederbeschlusses für die ordentliche 2014er Mitgliederversammlung (voraussichtlich wieder im November/Dezember) tat- und argumentationskräftig zu unterstützen. Diese Vorlage trägt das Ziel inne, auf das angebotene „4×1“-Darlehen zu verzichten und stattdessen sämtliche Kräfte im Vereinsumfeld zu bündeln und zum Teil auch neue Wege zu gehen, um mittel- und langfristig ohne Schuldenanhäufung erfolgreichen Fussball finanzierbar zu machen. Weiterhin umfasst die Vorlage auch ein Umgang mit dem Darlehen in einem erfolglosen Szenario.

 

Zunächst wollen wir jedoch mit einigen Anschuldigungen aufräumen, mit welchen unsere Gruppe zuletzt konfrontiert wurde, als bereits Bruchstücke des geschilderten Ansatzes durch die Presse gingen und daraufhin auf den einschlägigen Internetplattformen diskutiert wurden. Hierbei ist tatsächlich zu beachten, dass fast ausnahmslos alle Kritik an unserem Vorgehen nicht an uns direkt adressiert wurde und wird, wie es beispielsweise im persönlichen Gespräch im Stadion (immerhin dann doch ein mehrstündiges Zeitfenster) oder zu den diversen Gelegenheit unter Woche durchaus möglich ist.

Für viele Fans und Ultras aus den aktiven SK-Gruppen gilt seit jeher der Grundsatz, Diskussionen nicht aktiv im Internet zu führen. Dazu zählen sowohl Internet-Foren, also auch neuerdings moderne Social-Network-Plattformen. Das ist auch der Grund, warum überhaupt nur ein kleiner Teil der Gruppe von im Internet verfassten Äußerungen gegenüber HA oder wahlweise “den Ultras” oder “der Kurve” (Schimpfwörter lassen wir hier mal aus Platzgründen außen vor) direkt Kenntnis nimmt. Eigentlich sollte dies ein Grund sein, diese Ansagen gar nicht allzu ernst zu nehmen. Ehrlich gesagt ist dies auch genau so der Fall. Dennoch halten wir es diesmal und wohl auch einmalig für angebracht, die Kritiken (bloße Beschimpfungen tangieren uns im Internet überhaupt gar nicht) an dieser Stelle ausnahmsweise aufzugreifen, auszudiskutieren und in diesem Kontext auch auf eine deutlich ehrlichere und somit auch zielführenderer Kommunikationskultur hinzuweisen. Nicht zuletzt einer Mehrung derartige Ansichten wollen wir somit frühzeitig vorbeugen.

Gern würden wir die gesamte, empfindliche und eine große Portion Fingerspitzengefühl fordernde, Kommunikation vollumfänglich in sachlichen Gesprächen erledigen, aber offensichtlich erreichen wir noch nicht alle meinungsfreudigen FCC-Fans mit unseren Gesprächsangeboten. Wir sind uns bewusst, dass das Internet leider auch immer häufiger dazu genutzt wird, fairen und dann sicher auch schwierigen Gesprächen aus dem Weg zu gehen, mit der Tastatur aber binnen kürzester Zeit sehr viele Menschen zu erreichen. Wir haben, v.a. im Sinne der Zukunft unseres FC Carl Zeiss Jena, kein Interesse an einer (sozial)-medialen Ausschlachtung von wirklich tragbaren Ideen und Ansätzen, weshalb wir auch an dieser Stelle die Gesprächs-Einladung an alle FCC-Fans ein weiteres Mal untermauern.

 

Wir sind also weiterhin uneingeschränkt bereit, in Gesprächen auf Äußerungen und Internet-Postings einzugehen, welche HA/Ultras/Kurve eine „Erpressung der Vereinsführung“ unterstellen, die darauf abzielen soll, dass die o.g. „eigene Interessen“ „entgegen der Vereins-Entscheidung durchgesetzt werden“. Hiermit sind auch direkt drei Punkte angesprochen, welche wir gern entkräften und komplett aus der Welt schaffen wollen. Mit dieser Aufbereitung ist das Thema Internet-Diskussion für uns auch schon wieder erledigt und ist als notwendiger und möglichst einmaliger Exkurs zu verstehen:

 

Beginnen wir mit dem Vorwurf der „Erpressung“. In diesem Zusammenhang geht es vermeintlich um eine leider klägliche Charakterisierung der intensiven Gespräche zwischen Südkurve-Rat und aktueller Vereinsführung mit Präsident und GmbH-Leitung. Das offenkundige Stimmungsvakuum, welches offensichtlich mittelfristig nicht adäquat zu füllen ist, soll der Kurve angeblich eine stärke Gesprächsposition verleihen. Dies weisen wir konsequent von uns, da der Stimmungsverzicht unsererseits zu keiner Zeit in den Gesprächen thematisiert wird. Stattdessen geht es einzig und allein um gemeinsam bzw. ursprünglich sogar unabhängig voneinander und parallel entworfene Ansätze für den Umgang mit dem Darlehensangebot des belgischen Investors. Keiner der Beteiligten nutzt etwaige Umstände aus. Dem Südkurve-Rat geht es in den fairen und auf Augenhöhe geführten Gesprächen einzig und allein um eine spürbare Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Vereinspolitik. Es existieren keinerlei Abhängigkeitsverhältnisse oder im Raum stehende Androhungen.

 

Stichwort „eigene Interessen“. Der SK-Rat verfolgt eine gemeinschaftlich aufgestellte Marschroute, welche sich nach vereinspolitischen Ansichten, Ideen und Konzeptansätzen richtet. Wie bereits erwähnt, dreht es sich diesbezüglich einzig und allein um belastbare Konzepte für die nächsten mindestens 10 bis 15 Jahre des Vereins (und der GmbH), welche sportlichen Erfolg und eine möglichst schuldenfreie Zukunft mit sich bringen sollen. Auch medial regelmäßig stigmatisierten Ultras ist es möglich – gegenteilige Ansichten basieren auf einem Missverständnis und müssen endlich raus aus den Köpfen – sich in Vereinsabläufe, sowie wirtschaftliche Abhängigkeiten und Problemstellungen hineinzudenken und dabei interne wie externe Expertise einfließen zu lassen. Auch einer inzwischen fast 13-jährigen Ultras-Kultur in Jena ist es durchaus möglich, Zusammenhänge des sogenannten modernen Fussballs zu verstehen und beispielsweise die Bedeutung der Finanzierung von Profifussball nicht nur durch eine romantische Brille zu betrachten. Die „eigenen Interessen“ beziehen sich also auf das Interesse als Vereinsmitglieder, unabhängig von Gruppen- oder Fankultur-Zugehörigkeit. Das individuelle Interesse jedes Einzelnen am gesicherten, möglichst unabhängigen und mündigen Fortbestand des FC Carl Zeiss Jena wird an dieser Stelle zum kollektiven Interesse der SK-Mitstreiter ALS MITGLIEDER DES VEREINS und ist somit ohne Einschränkungen mit dem Interesse eines jeden anderen Mitgliedes des eingetragenen Vereins gleichzusetzen. Der SK-Rat hat explizit keine eigenen, wie auch immer geartete, Interessen, eigene Vorteile aus der Vereinspolitik zu ziehen und dabei das Gesamtkollektiv zu vernachlässigen. Hier geht es einzig und allein um die Positionierung von Argumenten für eine wachsame und selbstbestimmte Politik innerhalb unseres geliebten Vereins.

 

Stichwort „entgegen der Vereinsentscheidung“. Wir hatten bereits in der Aufarbeitung unserer Grundsatzkritiken (BD202 – 208) festgestellt, dass wir die Entscheidung der Mitgliederversammlung vom Dezember 2013 so hinnehmen und akzeptieren. Unabhängig von der zum Teil leider unwürdigen Atmosphäre während der Stellungnahme eines Investor-Kritikers, ist die Entscheidung für den Investor so gemeinschaftlich getroffen wurden und ist anzuerkennen. Wir sind demnach bei aller fundierten Kritik in der Lage, den Status Quo als Basis für folgende Schritte hinzunehmen. Jedoch gehört es sich für jede Gemeinschaft, auch interne Oppositionen zu akzeptieren und deren Meinung fair zur Geltung kommen zu lassen. Denn nur dann ist auch eine vielschichtige und facettenreiche Auseinandersetzung mit richtungsweisenden Entscheidungen möglich. Das heißt, dass ein Verein jederzeit vorbehaltlos fähig sein muss, die nächsten Schritte mit Bedacht zu organisieren bzw. neue Erkenntnisse einfließen zu lassen und – ganz wichtig – selbstkritisch zu sein. Konkret: das Darlehens-Angebot des Investors steht im Raum, die Mitglieder haben ihr Votum mehrheitlich für diese Möglichkeit der Finanzierung gegeben. Das ist Fakt. Wir wollen und können an dieser Stelle nichts rückgängig machen oder die Revoluzzer spielen. Es geht aber darum, Obacht und Vorsicht beim Umgang mit diesem Angebot anzumahnen und gleichfalls dahingehend anzuregen, sich über Alternativen ernsthafte Gedanken zu machen. Nichts ist auf ewig in Stein gemeißelt, erst recht nicht im schnelllebigen Fussballgeschäft. Das Darlehensangebot ist nur ein Teil des gesamten Investoren-Einstieges und die Vereinsführung ist schlecht beraten, wenn sie die Gefahren ausblendet und sich nicht in der Lage sieht, mit vereinter Kraft und Esprit Möglichkeiten zu erschaffen, auf dieses Angebot bis auf weiteres nicht eingehen zu müssen. Die Arbeit eines Vereins, mit all seinen Tätigkeitsfeldern, lebt schlicht und einfach von der Auseinandersetzung mit verschiedenen Meinungen, mit kreativen Ansätzen, mit Idealismus und Zukunftsängsten. Die bereits erwähnten Gespräche der letzten Tage und Wochen zeigen doch eines ganz klar: vergangene Entscheidungen werden akzeptiert, zukünftige Entscheidungen benötigen eine fundierte Analyse der Möglichkeiten und Fähigkeiten des Vereins und nicht zuletzt durchdachte Entscheidungsvorlagen. Und eben diese Entscheidungsvorlagen sind es, welche in jedem politischen Prozess am meisten (Vorlauf-)Zeit benötigen, Reibungspunkte offenbaren, aber zum Glück auch unheimlich viel Raum für Argumentationen und kreative Prozesse besitzen. Hierzu sei erwähnt, dass es mehr als nur begrüßenswert ist, dass sich in der aktuellen Situation beide Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH, wie auch der aktuelle und der ausgeschiedene Präsident klar und deutlich äußern, dass eine „Nutzung“ des Investoren-Darlehens die „allerletzte Möglichkeit“ (Zitat) der Profifussball-Finanzierung darstellt.

 

Das Dezember-Votum heißt nicht, dass sich die Mitgliederversammlung als höchstes und wichtigstes Gremium des eingetragen Vereins nicht auch in Zukunft intensiv mit dieser überaus gefährlichen und riskanten Finanzierungsmöglichkeit beschäftigen kann, nein, sollte!

Nun aber zurück zur Produktivität: Argumente für den eingangs skizzierten Schritt gibt es bereits eine Vielzahl und wir sind noch immer dabei (und auch jederzeit offen für Ideen) Gedanken und Pläne zu erarbeiten bzw. einzusammeln und zu sortieren. Am heutigen Vormittag, also unmittelbar vor der hoffentlich siegreichen Partie gegen Germania Halberstadt, sollte eine weitere Gesprächsrunde mit dem Aufsichtsrat des FC Carl Zeiss Jena e.V. stattfinden, um auch dieses unverzichtbare Gremium von der gemeinsamen Idee zu überzeugen. Letztlich ist doch allen Beteiligten klar, dass es nur in geschlossener Stärke gelingen kann, überzeugend aufzutreten und unzählige Synergie-Effekte zu erzeugen. Zum Redaktionsschluss der heutigen Ausgabe stand der Termin noch, allerdings kann die angespannte sportliche Situation und die Trainerdebatte der letzten Tage durchaus auch dazu geführt haben, dass der Termin zwischenzeitlich kurzfristig in die kommende Woche verlegt werden musste. Leider fiel die Entscheidung nach Abgabe der Beiträge an die BD-Layouter. Natürlich haben wir Verständnis, dass in diesen Tagen die Konzentration unter Umständen mehr auf dem akut tagesaktuellen Geschehnissen liegt und fürchten auch keine dadurch begründeten, kleineren Verzögerungen. Allerdings ist das Zeitfenster auch nicht unendlich, schließlich steht ein arbeitsreiches Vierteljahr an.

Eventuell können wir am Mittwoch in Ausgabe 212 schon mehr dazu berichten und hoffentlich bereits Vollzug und Einigkeit auch mit dem Aufsichtsgremium vermelden.

In der Folge wird es dann darum gehen, die Argumentation zu unterstützen und einer Stakeholder-Identifikation zu folgen: dutzende Institutionen im Vereinsumfeld, Fanclubs, Einzelpersonen (hier vor allem Meinungsträger) und Medienvertreter werden in Gesprächen und Gesprächsrunden davon zu überzeugen sein, dass dies ein wichtiger und nachhaltiger Weg für den FC Carl Zeiss Jena ist, der sportlichen Erfolg mindestens genauso wahrscheinlich macht, wie eine Darlehensaufnahme. Diesbezüglich sind die bis dato involvierten Protagonisten natürlich bereits tatkräftig in der Spur, sodass schon diverse tolle und aufschlussreiche Gespräche geführt wurden, welche allesamt auf eine sehr große Unterstützerschaft und bereits benannte Synergien hoffen lassen. Auch im Bratwurstdealer werden wir diese Thematik natürlich mit Augenmaß abarbeiten und die große Lesergemeinde auf dem aktuellen Stand halten.

 

DEIN VEREIN – DEINE AUFGABE!

FÜR IMMER CARL ZEISS JENA!

 

 

 

 

Heimsieg gegen Halberstadt

30 Aug

Im vierten Spiel der Saison konnte nun der erste Sieg eingefahren werden. Am Ende stand es 1:0 gegen Germania Halberstadt. 

Niederlage in Berlin

26 Aug

Bei der zweiten Mannschaft von Union Berlin setzte es an der Alten Försterei die erste Niederlage für unseren FCC.