“unbeugsam und unverkäuflich” – Bratwurstdealer ’211

31 Aug

Bratwurstdealer ’211, 30.08.2014, Heimspiel Germania Halberstadt:

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Wir haben zum Saisonauftakt gegen den BFC Dynamo im BD209 angekündigt, dass wir in Kürze mehr über eine, gemeinsam mit der Vereinsführung, erarbeitete Idee veröffentlichen werden. Zwar sind wir im Moment noch in einer sehr heißen und wichtigen Phase der Gespräche, allerdings muss zu viel Geheimniskrämerei auch nicht sein. Von daher findet Ihr heute auch wieder einen Beitrag unter der „UuU“-Rubrik, welche uns auch in der nun angelaufenen Hinrunde ein steter Begleiter sein wird.

Lange Rede, recht kurzer und prägnanter Sinn: wir sind davon überzeugt und motiviert, die aktuelle Vereinsführung, die leitenden Mitarbeiter der Spielbetriebs-GmbH und relevante Vereinsgremien bei der Vorlage eines Mitgliederbeschlusses für die ordentliche 2014er Mitgliederversammlung (voraussichtlich wieder im November/Dezember) tat- und argumentationskräftig zu unterstützen. Diese Vorlage trägt das Ziel inne, auf das angebotene „4×1“-Darlehen zu verzichten und stattdessen sämtliche Kräfte im Vereinsumfeld zu bündeln und zum Teil auch neue Wege zu gehen, um mittel- und langfristig ohne Schuldenanhäufung erfolgreichen Fussball finanzierbar zu machen. Weiterhin umfasst die Vorlage auch ein Umgang mit dem Darlehen in einem erfolglosen Szenario.

 

Zunächst wollen wir jedoch mit einigen Anschuldigungen aufräumen, mit welchen unsere Gruppe zuletzt konfrontiert wurde, als bereits Bruchstücke des geschilderten Ansatzes durch die Presse gingen und daraufhin auf den einschlägigen Internetplattformen diskutiert wurden. Hierbei ist tatsächlich zu beachten, dass fast ausnahmslos alle Kritik an unserem Vorgehen nicht an uns direkt adressiert wurde und wird, wie es beispielsweise im persönlichen Gespräch im Stadion (immerhin dann doch ein mehrstündiges Zeitfenster) oder zu den diversen Gelegenheit unter Woche durchaus möglich ist.

Für viele Fans und Ultras aus den aktiven SK-Gruppen gilt seit jeher der Grundsatz, Diskussionen nicht aktiv im Internet zu führen. Dazu zählen sowohl Internet-Foren, also auch neuerdings moderne Social-Network-Plattformen. Das ist auch der Grund, warum überhaupt nur ein kleiner Teil der Gruppe von im Internet verfassten Äußerungen gegenüber HA oder wahlweise “den Ultras” oder “der Kurve” (Schimpfwörter lassen wir hier mal aus Platzgründen außen vor) direkt Kenntnis nimmt. Eigentlich sollte dies ein Grund sein, diese Ansagen gar nicht allzu ernst zu nehmen. Ehrlich gesagt ist dies auch genau so der Fall. Dennoch halten wir es diesmal und wohl auch einmalig für angebracht, die Kritiken (bloße Beschimpfungen tangieren uns im Internet überhaupt gar nicht) an dieser Stelle ausnahmsweise aufzugreifen, auszudiskutieren und in diesem Kontext auch auf eine deutlich ehrlichere und somit auch zielführenderer Kommunikationskultur hinzuweisen. Nicht zuletzt einer Mehrung derartige Ansichten wollen wir somit frühzeitig vorbeugen.

Gern würden wir die gesamte, empfindliche und eine große Portion Fingerspitzengefühl fordernde, Kommunikation vollumfänglich in sachlichen Gesprächen erledigen, aber offensichtlich erreichen wir noch nicht alle meinungsfreudigen FCC-Fans mit unseren Gesprächsangeboten. Wir sind uns bewusst, dass das Internet leider auch immer häufiger dazu genutzt wird, fairen und dann sicher auch schwierigen Gesprächen aus dem Weg zu gehen, mit der Tastatur aber binnen kürzester Zeit sehr viele Menschen zu erreichen. Wir haben, v.a. im Sinne der Zukunft unseres FC Carl Zeiss Jena, kein Interesse an einer (sozial)-medialen Ausschlachtung von wirklich tragbaren Ideen und Ansätzen, weshalb wir auch an dieser Stelle die Gesprächs-Einladung an alle FCC-Fans ein weiteres Mal untermauern.

 

Wir sind also weiterhin uneingeschränkt bereit, in Gesprächen auf Äußerungen und Internet-Postings einzugehen, welche HA/Ultras/Kurve eine „Erpressung der Vereinsführung“ unterstellen, die darauf abzielen soll, dass die o.g. „eigene Interessen“ „entgegen der Vereins-Entscheidung durchgesetzt werden“. Hiermit sind auch direkt drei Punkte angesprochen, welche wir gern entkräften und komplett aus der Welt schaffen wollen. Mit dieser Aufbereitung ist das Thema Internet-Diskussion für uns auch schon wieder erledigt und ist als notwendiger und möglichst einmaliger Exkurs zu verstehen:

 

Beginnen wir mit dem Vorwurf der „Erpressung“. In diesem Zusammenhang geht es vermeintlich um eine leider klägliche Charakterisierung der intensiven Gespräche zwischen Südkurve-Rat und aktueller Vereinsführung mit Präsident und GmbH-Leitung. Das offenkundige Stimmungsvakuum, welches offensichtlich mittelfristig nicht adäquat zu füllen ist, soll der Kurve angeblich eine stärke Gesprächsposition verleihen. Dies weisen wir konsequent von uns, da der Stimmungsverzicht unsererseits zu keiner Zeit in den Gesprächen thematisiert wird. Stattdessen geht es einzig und allein um gemeinsam bzw. ursprünglich sogar unabhängig voneinander und parallel entworfene Ansätze für den Umgang mit dem Darlehensangebot des belgischen Investors. Keiner der Beteiligten nutzt etwaige Umstände aus. Dem Südkurve-Rat geht es in den fairen und auf Augenhöhe geführten Gesprächen einzig und allein um eine spürbare Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Vereinspolitik. Es existieren keinerlei Abhängigkeitsverhältnisse oder im Raum stehende Androhungen.

 

Stichwort „eigene Interessen“. Der SK-Rat verfolgt eine gemeinschaftlich aufgestellte Marschroute, welche sich nach vereinspolitischen Ansichten, Ideen und Konzeptansätzen richtet. Wie bereits erwähnt, dreht es sich diesbezüglich einzig und allein um belastbare Konzepte für die nächsten mindestens 10 bis 15 Jahre des Vereins (und der GmbH), welche sportlichen Erfolg und eine möglichst schuldenfreie Zukunft mit sich bringen sollen. Auch medial regelmäßig stigmatisierten Ultras ist es möglich – gegenteilige Ansichten basieren auf einem Missverständnis und müssen endlich raus aus den Köpfen – sich in Vereinsabläufe, sowie wirtschaftliche Abhängigkeiten und Problemstellungen hineinzudenken und dabei interne wie externe Expertise einfließen zu lassen. Auch einer inzwischen fast 13-jährigen Ultras-Kultur in Jena ist es durchaus möglich, Zusammenhänge des sogenannten modernen Fussballs zu verstehen und beispielsweise die Bedeutung der Finanzierung von Profifussball nicht nur durch eine romantische Brille zu betrachten. Die „eigenen Interessen“ beziehen sich also auf das Interesse als Vereinsmitglieder, unabhängig von Gruppen- oder Fankultur-Zugehörigkeit. Das individuelle Interesse jedes Einzelnen am gesicherten, möglichst unabhängigen und mündigen Fortbestand des FC Carl Zeiss Jena wird an dieser Stelle zum kollektiven Interesse der SK-Mitstreiter ALS MITGLIEDER DES VEREINS und ist somit ohne Einschränkungen mit dem Interesse eines jeden anderen Mitgliedes des eingetragenen Vereins gleichzusetzen. Der SK-Rat hat explizit keine eigenen, wie auch immer geartete, Interessen, eigene Vorteile aus der Vereinspolitik zu ziehen und dabei das Gesamtkollektiv zu vernachlässigen. Hier geht es einzig und allein um die Positionierung von Argumenten für eine wachsame und selbstbestimmte Politik innerhalb unseres geliebten Vereins.

 

Stichwort „entgegen der Vereinsentscheidung“. Wir hatten bereits in der Aufarbeitung unserer Grundsatzkritiken (BD202 – 208) festgestellt, dass wir die Entscheidung der Mitgliederversammlung vom Dezember 2013 so hinnehmen und akzeptieren. Unabhängig von der zum Teil leider unwürdigen Atmosphäre während der Stellungnahme eines Investor-Kritikers, ist die Entscheidung für den Investor so gemeinschaftlich getroffen wurden und ist anzuerkennen. Wir sind demnach bei aller fundierten Kritik in der Lage, den Status Quo als Basis für folgende Schritte hinzunehmen. Jedoch gehört es sich für jede Gemeinschaft, auch interne Oppositionen zu akzeptieren und deren Meinung fair zur Geltung kommen zu lassen. Denn nur dann ist auch eine vielschichtige und facettenreiche Auseinandersetzung mit richtungsweisenden Entscheidungen möglich. Das heißt, dass ein Verein jederzeit vorbehaltlos fähig sein muss, die nächsten Schritte mit Bedacht zu organisieren bzw. neue Erkenntnisse einfließen zu lassen und – ganz wichtig – selbstkritisch zu sein. Konkret: das Darlehens-Angebot des Investors steht im Raum, die Mitglieder haben ihr Votum mehrheitlich für diese Möglichkeit der Finanzierung gegeben. Das ist Fakt. Wir wollen und können an dieser Stelle nichts rückgängig machen oder die Revoluzzer spielen. Es geht aber darum, Obacht und Vorsicht beim Umgang mit diesem Angebot anzumahnen und gleichfalls dahingehend anzuregen, sich über Alternativen ernsthafte Gedanken zu machen. Nichts ist auf ewig in Stein gemeißelt, erst recht nicht im schnelllebigen Fussballgeschäft. Das Darlehensangebot ist nur ein Teil des gesamten Investoren-Einstieges und die Vereinsführung ist schlecht beraten, wenn sie die Gefahren ausblendet und sich nicht in der Lage sieht, mit vereinter Kraft und Esprit Möglichkeiten zu erschaffen, auf dieses Angebot bis auf weiteres nicht eingehen zu müssen. Die Arbeit eines Vereins, mit all seinen Tätigkeitsfeldern, lebt schlicht und einfach von der Auseinandersetzung mit verschiedenen Meinungen, mit kreativen Ansätzen, mit Idealismus und Zukunftsängsten. Die bereits erwähnten Gespräche der letzten Tage und Wochen zeigen doch eines ganz klar: vergangene Entscheidungen werden akzeptiert, zukünftige Entscheidungen benötigen eine fundierte Analyse der Möglichkeiten und Fähigkeiten des Vereins und nicht zuletzt durchdachte Entscheidungsvorlagen. Und eben diese Entscheidungsvorlagen sind es, welche in jedem politischen Prozess am meisten (Vorlauf-)Zeit benötigen, Reibungspunkte offenbaren, aber zum Glück auch unheimlich viel Raum für Argumentationen und kreative Prozesse besitzen. Hierzu sei erwähnt, dass es mehr als nur begrüßenswert ist, dass sich in der aktuellen Situation beide Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH, wie auch der aktuelle und der ausgeschiedene Präsident klar und deutlich äußern, dass eine „Nutzung“ des Investoren-Darlehens die „allerletzte Möglichkeit“ (Zitat) der Profifussball-Finanzierung darstellt.

 

Das Dezember-Votum heißt nicht, dass sich die Mitgliederversammlung als höchstes und wichtigstes Gremium des eingetragen Vereins nicht auch in Zukunft intensiv mit dieser überaus gefährlichen und riskanten Finanzierungsmöglichkeit beschäftigen kann, nein, sollte!

Nun aber zurück zur Produktivität: Argumente für den eingangs skizzierten Schritt gibt es bereits eine Vielzahl und wir sind noch immer dabei (und auch jederzeit offen für Ideen) Gedanken und Pläne zu erarbeiten bzw. einzusammeln und zu sortieren. Am heutigen Vormittag, also unmittelbar vor der hoffentlich siegreichen Partie gegen Germania Halberstadt, sollte eine weitere Gesprächsrunde mit dem Aufsichtsrat des FC Carl Zeiss Jena e.V. stattfinden, um auch dieses unverzichtbare Gremium von der gemeinsamen Idee zu überzeugen. Letztlich ist doch allen Beteiligten klar, dass es nur in geschlossener Stärke gelingen kann, überzeugend aufzutreten und unzählige Synergie-Effekte zu erzeugen. Zum Redaktionsschluss der heutigen Ausgabe stand der Termin noch, allerdings kann die angespannte sportliche Situation und die Trainerdebatte der letzten Tage durchaus auch dazu geführt haben, dass der Termin zwischenzeitlich kurzfristig in die kommende Woche verlegt werden musste. Leider fiel die Entscheidung nach Abgabe der Beiträge an die BD-Layouter. Natürlich haben wir Verständnis, dass in diesen Tagen die Konzentration unter Umständen mehr auf dem akut tagesaktuellen Geschehnissen liegt und fürchten auch keine dadurch begründeten, kleineren Verzögerungen. Allerdings ist das Zeitfenster auch nicht unendlich, schließlich steht ein arbeitsreiches Vierteljahr an.

Eventuell können wir am Mittwoch in Ausgabe 212 schon mehr dazu berichten und hoffentlich bereits Vollzug und Einigkeit auch mit dem Aufsichtsgremium vermelden.

In der Folge wird es dann darum gehen, die Argumentation zu unterstützen und einer Stakeholder-Identifikation zu folgen: dutzende Institutionen im Vereinsumfeld, Fanclubs, Einzelpersonen (hier vor allem Meinungsträger) und Medienvertreter werden in Gesprächen und Gesprächsrunden davon zu überzeugen sein, dass dies ein wichtiger und nachhaltiger Weg für den FC Carl Zeiss Jena ist, der sportlichen Erfolg mindestens genauso wahrscheinlich macht, wie eine Darlehensaufnahme. Diesbezüglich sind die bis dato involvierten Protagonisten natürlich bereits tatkräftig in der Spur, sodass schon diverse tolle und aufschlussreiche Gespräche geführt wurden, welche allesamt auf eine sehr große Unterstützerschaft und bereits benannte Synergien hoffen lassen. Auch im Bratwurstdealer werden wir diese Thematik natürlich mit Augenmaß abarbeiten und die große Lesergemeinde auf dem aktuellen Stand halten.

 

DEIN VEREIN – DEINE AUFGABE!

FÜR IMMER CARL ZEISS JENA!

 

 

 

 

Heimsieg gegen Halberstadt

30 Aug

Im vierten Spiel der Saison konnte nun der erste Sieg eingefahren werden. Am Ende stand es 1:0 gegen Germania Halberstadt. 

Niederlage in Berlin

26 Aug

Bei der zweiten Mannschaft von Union Berlin setzte es an der Alten Försterei die erste Niederlage für unseren FCC.

Aus im DFB-Pokal

20 Aug

In der ersten Runde des DFB-Pokals schied der FCC gegen Wismut Aue aus.

Zweites Remis

11 Aug

Auch im zweiten Saisonspiel bei der Zweiten von Hertha BSC reichte es leider nur zu einem Unentschieden…

Samstag: Auswärtsauftakt bei Hertha II

7 Aug

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AUSWÄRTSKULTUR! SÜDKURVE JENA!

“unbeugsam und unverkäuflich” – Bratwurstdealer ’209

4 Aug

Bratwurstdealer ’209, 02.08.2014, Heimspiel BFC Dynamo:

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Was ist wohl die Frage, welche wir in den letzten Wochen am häufigsten gestellt bekommen haben? In unzähligen angeregten Gesprächen hier und da, im Small-Talk mit bekannten Zeiss-Gesichtern an der Supermarkt-Kasse, im Hartsuff an irgendeiner Bar, frühmorgens auf der Jo-Street beim Dönermann, im Pub-Getümmel des Riverside-Newport, per Mail, SMS usw., immer wieder hieß es: „singt ihr jetzt wieder?“.

Eines vornweg, gleich an dieser Stelle: wir verstehen diese Frage sehr gut und können auch nur zu gut nachvollziehen, warum dieser Gegenstand für Viele so elementar wichtig ist. Denn sie ist, in abgewandelter Form, auch für uns von großer Bedeutung. Das Singen, der Tifo, das Geschrei, die Verausgabung. Die Sehnsucht danach ist allgegenwärtig, wir würden lügen, wenn wir behaupten, uns nicht danach zu sehnen. Der Gedanke treibt uns auch an, lässt uns kreativ werden, ließ uns auch nach manchem Tiefschlag in den letzten Monaten immer wieder aufstehen und weitermachen, auch wenn das Licht am Ende des Tunnels ab und zu recht schummrig wirkte. Natürlich stellten wir uns die oben genannte Frage auch, doch stehen davor noch viele andere Fragen, welche für uns noch fundamentaler, noch entscheidender sind. Die Beantwortung der Tifo-Frage ist da im Grunde nur die Konsequenz aus vorgelagerten Entscheidungen. Und in eben diesen ausschlaggebenden Punkten liegt noch einiges an intensiver Arbeit in den nächsten Wochen vor uns, denn noch hat sich in Puncto Faktenlage noch nichts bewegt.

Deswegen steht für uns zum aktuellen Zeitpunkt fest, die Konsequenz des Stimmungsverzichtes vorerst aufrecht zu erhalten und zum Saisonstart noch nicht wieder Tifo im Stadion zu organisieren. Die anfängliche Enttäuschung vieler Zeiss-Fans darauf, wollen wir jedoch so nicht unbesprochen stehen lassen, denn sie darf sich gern und begründet in Hoffnung wandeln. Wenngleich wir auch ohne Umschweife klarstellen wollen, dass ein Zeitraum X ohne aktiven Support im Stadion ein banaler Umstand im Vergleich zu einem entwurzelten und todgeweihten Fussballverein ist. Der Stimmungsverzicht hat nicht wenige Augen geöffnet und erleichtert, den Grundsatzkritiken Gehör zu verschaffen und somit einen fruchtbaren Boden für das zu bereiten, was wir gern als „zweiten Schritt“ betiteln.

Im Klartext: die Entscheidung, vorerst noch nicht wieder zu den Fahnen und Stimmbändern zu greifen, fußt also auf einer grundsätzlich unveränderten Situation. Unverändert im Sinne der festgeschriebenen Ergebnisse der 2013er FCC-Mitgliederversammlung. Auf den zweiten Blick allerdings, vor allem durch Absichtserklärungen innerhalb der (neuen) Vereinsführung, guter gemeinsamer Gespräche und spürbar motivierender Ideen aus unserer Mitte, ergeben sich seit Beginn der Sommerpause deutlich mehr Spielräume für Gedankengänge und eventuelle positive Entwicklungen.

Wir hatten angekündigt, die Sommerpause ganz intensiv zu nutzen, um auf das letzte halbe Jahr zurück zu blicken, die Ereignisse und Entwicklungen zu interpretieren und einen Status Quo möglichst scharf festzuhalten. Doch auch aktuelle Tendenzen, hier vor allen Dingen die bereits angesprochenen, in der spielfreien Zeit geführten, Gespräche mit Vereinsgremien und die fruchtbaren Absprachen im heute bereits als Erfolgsmodell bezeichneten SÜDKURVE-Rat flossen mit großem Gewicht in unsere gruppeninternen Analysen ein. Von ebenso großer Bedeutung war die Bewertung von Ideen und Ansätzen, wie denn in vereinspolitischen Fragen fortan agiert bzw. wie gemeinsam mit der Vereinsführung ein erstrebenswerter Weg eingeschlagen werden kann. Mit „erstrebenswert“ meinen wir in erster Linie die Charakterisierung einer selbstbestimmten und risikoarmen Zukunft unseres Fussballclubs, welche auf einem breiten Konsens ruht und auch der Kurve und den Ultras ermöglicht, wieder mit anderen Gefühlen zur Sache zu gehen. Dieses Gefühl, welches jeder Fussballfan beim Gedanken an seinen Club in sich aufsteigen spürt, ist die Basis für alles, für ausnahmslos jede Aktivität und Hingabe für Blaugelbweiß. Deswegen ist die Frage „Stimmung: ja oder nein?“ aktuell zwar Herzensangelegenheit, aber doch letztlich nur positiv zu beantworten, wenn andere Rahmenbedingungen vorherrschen, als sie jetzt noch der Fall sind.

Wir wollen ganz klar unterstreichen und werden diesbezüglich auch nicht müde zu betonen, dass an allererster Stelle unserer Agenda steht, aktiv zu arbeiten und aus eigener Kraft die für Außenstehende noch nebulös erscheinenden Ideen und Ansätze zu entwickeln.

Eines steht zum heutigen Saisonauftakt fest und sollte so auch bei euch ankommen: wir arbeiten bereits seit einigen Tagen an einem Konzept, welches nach erster Beurteilung verschiedenster Köpfe extremes Potential und tatsächlich das Zeug besitzt, verschiedene Ansichten zu vereinen und manch vereinspolitische Fehler der Vergangenheit auszubügeln.

Dieses Konzept soll – und das ist der ganz entscheidende Punkt – nicht von uns allein getragen werden, sondern diverse Vereinsgremien, Fanclubs und „Gesichter“ als Unterzeichner hinter sich wissen und schließlich und endlich die breite Zustimmung der Mitgliederschaft des eingetragenen Verein FC Carl Zeiss Jena finden.

Ihr könnt sicher nachvollziehen, dass wir das Thema noch wie ein rohes Ei behandeln und zum jetzigen Moment jedes Risiko scheuen, das zarte Pflänzchen durch unqualifizierten shit-storm (leider muss dieser Begriff in der noch immer auf Internet-Kommunikation basierenden Anhängerschaft verwendet werden) zu gefährden. In diesen Tagen legen wir den Grundstein und beziehen zu diesem frühen Zeitpunkt bereits verschiedenste Interessengruppen und Gremien in den Prozess ein. Ein Prozess, welcher bestenfalls in fortwährender Dauer eine immer breitere Basis an Unterstützern und Multiplikatoren findet und dann am Ende auch beste Erfolgsaussichten für ein gemeinsames Ziel erarbeitet hat. Ein Ziel, welches, das muss auch heute kein Geheimnis sein, einen unabhängigen, zukunftssicheren und selbstbewussten Fussballverein fördert.

Wir appellieren daher an Euer Verständnis und Vertrauen. Wir werden Euch, sobald der Plan mit den entscheidenden Parteien detailliert gefasst ist, alle Gedankengänge vorstellen und auch klar machen, welche kleinen und größeren Schritte in der Erarbeitungsphase auf uns (und euch alle) in den kommenden Wochen und Monaten zukommen. Banal ausgedrückt: im Moment ist singen und supporten nicht alles, zu wichtig ist die mit dem Verzicht verbundene Aussage und die bedingungslose Notwendigkeit für ein konsequentes Auftreten im Sinne unserer begründeten Ansichten.

Wir wünschen uns, dass Ihr eure Meinung dazu mit uns besprecht und offene Fragen zu jeder Zeit auch loswerdet. Beteiligt Euch (weiterhin oder zukünftig) nicht an vollkommen unnützen Internet-Diskussionen, sondern arbeitet in der Realität fleißig mit. Werdet Euch der Bedeutung des Momentes/Zeitraumes bewusst und stellt die wirklich wichtigen Fragen in den Vordergrund. Die Horda Azzuro und glücklicherweise viele andere aufrechte, ehrliche und treue Fanclubs und Gruppen schweigen nicht, um in diesem Zustand auszuharren und das Prinzip Zufall über das Schicksal von Verein und Südkurve entscheiden zu lassen. Nein, ganz im Gegenteil. Wir machen unser Versprechen wahr und gehen nun einen (gemeinsamen) Schritt weiter und scheuen kein Gespräch, kein Argument, keine Diskussion und keine leidenschaftliche Aufopferung. Fragt nicht nur nach der Stimmung im Stadion, sondern in erster Linie nach der Zukunft Eures FC Carl Zeiss Jena…und…helft mit, die Antwort mitzugestalten.

Wir versprechen, sehr bald konkreter zu werden.

Vielen Dank für das Vertrauen und die Unterstützung.

Horda Azzuro Ultras, im Namen des SÜDKURVE-Rates!

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Saisonauftakt gegen den BFC

2 Aug

Im ersten Spiel dieser Saison gegen den Berliner Fussball Club Dynamo reichte es nur für ein Unentschieden.

Rückspiel gegen AFC Newport County

28 Jul

Nachdem der AFC Newport County letzten Sommer in Thüringen zu Gast war, folgte nun das Rückspiel in Wales. Dies verlor unsere Mannschaft mit 1:0. Ein großer Dank geht an unsere Freunde aus München! 

Video zum Südkurve-Cup 2014

25 Jul