HArakiri

„Just take a look around you, what do you see? Kids with feelings like you and me.” (Sham 69)

Anno 2004 bildete sich aus dem Umfeld der „Horda Azzuro Ultras“ eine Gruppe junger Problemkinder – hochmotiviert den FCC zu unterstützen, stets und ständig zu Aktivitäten bereit, vor allem mit einer Menge Flausen im Kopf. Erschien es nicht sinnvoll, die jungen bis sehr jungen, interessierten FCC-Fans gemächlich an das Themenfeld „Ultrá“ heranzuführen, ihnen Zeit zum Kennenlernen und Eintauchen in die Materie zu geben? Woher sollten sie die eigentümlichen Werte der Ultras kennen, woher wissen, was „Verantwortung tragen“ im Kontext „Fußball“ heißt oder auf welches Selbstverständnis sich das Auftreten der „Horda“ stützt? Fortan sollte die „Harakiri“ diese Lücke zwischen den Erfahrenen und den Neueinsteigern schließen und Jugendarbeit im besten Wortsinne leisten.
Die jugendliche Euphorie, Neues zu entdecken, entwickelte sich bei vielen, heute noch aktiven Mitstreiter_innen in eine wahre Herzensangelegenheit und nicht wenige haben den Schritt in die Muttergruppe „Horda Azzuro“ geschafft. Wenn sich unsere Gruppe auch durch eine große Vielfalt unterschiedlicher Charaktere auszeichnet, verbindet uns doch eine wesentliche gemeinsame Sache: Die Liebe zum FCC! Gleichzeitig versuchen wir immer offene Fragen und Missverständnisse zu klären, auf Probleme aufmerksam zu machen und sie gemeinsam zu lösen.
Natürlich stehen wir als Nachwuchsgruppe gegenüber unserer Hauptgruppe in einer gewiss nicht geringen Verpflichtung. Es ist für uns selbsterklärend, den uns entgegengebrachten Respekt in besonderem Maße zurückzugeben und in vielerlei Hinsicht aus dem Tun und Handeln der „Horda Azzuro“ zu lernen. Allerdings verstehen wir uns nicht als Befehlsempfänger – viel mehr legen wir Eigeninitiative an den Tag, wir entwickeln eigene Ideen und Konzepte, die wir gemeinsam besprechen und im besten Falle mit der nötigen Entschlossenheit umsetzen.
Wir legen keinen Wert darauf, uns auf dem bisher Erreichten auszuruhen – im Gegenteil: wir wollen die Unterstützung für den FC Carl Zeiss Jena immer weiter verbessern, aber auch uns als Gruppe weiterentwickeln. Um das zu erreichen, ziehen alle an einem Strang und folgen diesem Grundgedanken.
Wir sind stets bemüht, junge FCC-Fans, die sich mit unseren Idealen und unserem Auftreten identifizieren können, bestmöglich zu integrieren. Gesunder Menschenverstand, der sich auch in einer antirassistischen Haltung äußert, ist dabei eine der wenigen Voraussetzungen, an denen wir interessierte Jugendliche messen. Alles in allem Werte und Maximen, die wir selbst leben und vor allem auch an die nachrückende Generation weitergeben wollen.

ES IST DIE LEIDENSCHAFT, SIE GIBT UNS DIE KRAFT!

HArakiri