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Parole: Arsch aufreißen und niemals aufgeben!

Auf nach Osnabrück…

Der Herbst hält Einzug im beschaulichen Jena. Kalt, dunkel, windig – ungemütlich. Wie der aktuelle Fussball im Ernst-Abbe-Sportfeld. Aktuell bedarf es schon vieler Kampfansagen und Durchhalteparolen, möchte man angesichts der sportlichen Talfahrt unseres FC Carl Zeiss doch nicht schon den Kopf in den Sand (oder Laubhaufen) stecken. Reden wir Ultras von „NIEMALS AUFGEBEN“, dann in der Regel doch immer im Zusammenhang mit Repressionen oder vergleichbaren Stolpersteinen für die kreative Auslebung.

Die Parole kann – nein, muss man heute aber auch mit Blick auf den sportlichen Status Quo bedienen. Adressat? Die Mannschaft, aber auch Du, ich, wir alle!

Lässt man die letzten Begegnungen nur kurz revuepassieren, so setzte es vor und nach Heiko Webers Galgenfristverlängerung derartige Tiefschläge (wenn auch mit einigen kleinen, letztlich aber nicht zählbaren, Lichtblicken), dass uns beim Blick aufs Tableau schon Angst und Bange werden könnte, wo doch nun schon in die Endphase der Hinrunde eingetaucht wird.

Über Vor- und Nachteile der Kaderzusammenstellung lässt sich trefflich streiten, genauso über die Gründe des desolaten Abschneidens einer Truppe, welche ihre einzelnen Charaktere noch nicht zu einer kompromisslos zusammenstehenden Einheit verschmelzen vermochte. Ob nun die goldenen Zeiten von Berbig, Hähnge oder Jackpot-Lindemann vorbei sind? Ganz ehrlich, das interessiert uns wenig. Uns interessiert viel mehr, ob denn jeden Tag mit dem gebotenen Ehrgeiz zur Sache gegangen wird, ob jedem kickenden Angestellten auch wirklich bewusst ist, für welchen Club er da eigentlich Woche für Woche die Fussballschuhe schnürt?

In einer derart ausgeglichenen Liga, in welcher nicht nur theoretisch Jeder Jeden (und leider vor allen Dingen uns) schlagen kann, müssen in besonders miesen Zeiten eben die Kräfte mal wachgerüttelt und darüber hinaus auf ein maximales Maß gebündelt werden. Das wesentliche und fundamentale Element steht im Vordergrund, nicht das Besondere…

Damit fangen wir besser jetzt als gleich an. Was auch immer an Punktevorgaben/-zielstellungen für die Medien serviert wurde, in Osnabrück wird ein großer Schritt in die richtige Richtung gemacht. Doch dafür brauch es nicht nur die nötige Einstellung auf dem Rasen und ein Quäntchen Glück, sondern auch die bedingungslose Unterstützung aus dem Gästeblock an der Bremer Brücke. Wer – natürlich völlig zurecht – von der Mannschaft absoluten Kampfgeist entlang der Parole „ARSCH AUFREISSEN!“ verlangt, der sollte sich dies auch selbst vornehmen und am Samstag bei einem absoluten Aufstiegsfavoriten dabei sein. Es zählt nur blau-gelb-weiß, alle Nebenkriegsschauplätze sind irrelevant. Nutzt also Eure Zeit vernünftig und werft alles für den FCC in die Waagschale. Samstag gibt es nur ein Ziel, und das heißt: in Osnabrück selbstbewusst aufschlagen und mit einem stolzen akustischen und optischen Tifo hinter der Mannschaft stehen – der Rest kommt von ganz allein.

Seit längerer Zeit wird es für uns mal wieder auf die Schiene gehen und es eine Zugfahrt in fremde Gefilde geben, obgleich Osnabrück für uns diesbezüglich kein Neuland ist (allerdings zugegebenermaßen vor zwei Jahren mit einer sehr enttäuschenden Mitfahrerzahl). Die zuletzt dreistelligen Zugfahrerzahlen zu den Thüringenpokal-Spielen im entfernten Eichsfeld haben jedoch gezeigt, dass wenigstens diese Talsohle durchschritten scheint und vor allem die Südkurve wieder Gefallen an gemeinsamen Zugfahrten gefunden hat. Daran gilt es anzuknüpfen und sich darüber hinaus regelmäßig auch mal ganz persönlich zu hinterfragen: helfe ich bei der Mobilisierung, oder meckere ich im Nachgang nur sinnlos über die Zustände? Günstig wird es auf jeden Fall auch dieses Mal, schließlich reichen rund 7 EUR aus, um nach Osnabrück zu kommen.

Also, raus aus der Fussballmüdigkeit, raus aus dem Tal der Tränen – der FCC und die Südkurve braucht Dich jetzt mehr denn je.

Um 6:15 Uhr ist Treffpunkt am Westbahnhof!

Keine Ausreden! Spaß haben und niemals aufgeben…