{"id":40873,"date":"2023-01-23T23:06:30","date_gmt":"2023-01-23T22:06:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.horda-azzuro.de\/cms\/?p=40873"},"modified":"2023-01-23T23:10:45","modified_gmt":"2023-01-23T22:10:45","slug":"schnee-von-gestern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.horda-azzuro.de\/cms\/?p=40873","title":{"rendered":"Schnee von gestern!? Fussballstadion = Tageskasse!"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ein Offener Brief, der nicht l\u00e4nger warten kann&#8230;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, die wilde Fahrt durch die R\u00fcckrunde hat begonnen. In der Terminjagd passiert es allzu oft, dass keine Zeit f\u00fcr eine vern\u00fcnftige Auseinandersetzung mit erlebten Problemen bleibt. Und im Handumdrehen stehen wir ein paar Wochen sp\u00e4ter vor allseits bekannten Herausforderungen und fragen uns, warum wir nicht schon l\u00e4ngst daran gearbeitet haben.<\/p>\n\n\n\n<p>An diesem Punkt wollen wir die \u201eRegel\u201c brechen!<\/p>\n\n\n\n<p>Das erste Spiel im neuen Jahr hat dabei bereits ausreichend Gespr\u00e4chsstoff mit sich gebracht, den wir nicht l\u00e4nger vor uns herschieben wollen und daher heute mit einem Offenen Brief reagieren. Sowohl die Ticketpolitik des Gastgebers, welche stellvertretend f\u00fcr andere Vereine in der Liga steht, als auch der Umgang mit Spieltagsansetzungen und -absagen liegt uns schwer im Magen und wir sind nicht gewillt, diese Problemfelder l\u00e4nger unkommentiert mit uns rumzutragen. Man k\u00f6nnte auch sagen: Wir haben die Schnauze gestrichen voll!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thema Eintrittskarten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits angedeutet, ist das Thema nicht neu. Es ist kein Geheimnis, dass die Fussballclubs in Deutschland \u2013 ligenunabh\u00e4ngig \u2013 mit gro\u00dfer Begeisterung am Aufbau ihres Online-Angebots arbeiten. Die Wunschvorstellung ist, analog zur Abschaffung von Bargeldzahlungen w\u00e4hrend der Spiele, alle Papiertickets aus dem Verkehr zu ziehen. Stattdessen werden Online-Portale aufgebaut und ein:e Jede:r hat die M\u00f6glichkeit, vermeintlich komfortabel an eine Einlassberechtigung zu kommen. Von \u201eEintrittskarte\u201c darf ohnehin keine Rede mehr sein. Voraussetzung: Registrierung im Portal inklusive kompletter Datenabgabe. Wer heute noch \u00fcber die Einf\u00fchrung von personalisierten Tickets diskutiert, dem k\u00f6nnte dieser Zug l\u00e4ngst abgefahren erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es die schon oft genutzte Alternative des zum Gastverein entsendeten Ticket-Kontingentes, welches dann am jeweiligen Standort im Vorverkauf angeboten wird. Das ist gut und sch\u00f6n sowieab und an sicherlich auch praktikabel, aber es greift zu kurz. Denn: Gerade die gr\u00f6\u00dferen und reisefreudigen Anh\u00e4ngerschaften (auch in der Regionalliga) sind oft dezentral aufgestellt und rekrutieren ihre Mitstreiter:innen jeglicher Kategorie aus dem gesamten (mittel-)deutschen Raum. Nur in der Phantasie ist es daher f\u00fcr alle m\u00f6glich, rechtzeitig und ausreichend an Tickets f\u00fcr das n\u00e4chste Ausw\u00e4rtsspiel des geliebten FCC zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Verzichte ich also aus \u00dcberzeugung auf eine Datenabgabe f\u00fcr ein Fu\u00dfballspiel und\/oder bin \u00fcberdies unter der Woche nicht in der Lage, die begrenzten \u00d6ffnungszeiten im Ernst-Abbe-Sportfeld zu nutzen, schaue ich in die R\u00f6hre! Sp\u00e4testens an dieser Stelle muss die Spirale gestoppt, unterbrochen und r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden. F\u00fcr Fu\u00dfballfansgeh\u00f6ren zu einem Fu\u00dfballstadion auch eine Tageskasse und Eintrittskarten. Wer dies ernsthaft in Frage stellt, tritt in das R\u00fcckgrat unz\u00e4hliger Clubs. Auch eine Grauzone ist nicht akzeptabel. Wir zeigen uns an dieser Stelle solidarisch mit allen Blaugelbwei\u00dfen. Die Reaktionen auf eine Thematisierung am vergangen Sonntag im G\u00e4steblock des Hertha-Amateurstadions best\u00e4tigt diese Forderung nachdr\u00fccklich.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fordern daher eine klare und \u00f6ffentliche Positionierung der Vereine und Verb\u00e4nde, Fu\u00dfballanh\u00e4nger zu respektieren und zu jedem Spiel (einzige Ausnahme sind ausverkaufte Begegnungen) eine Tageskasse vorzuhalten. Von den Verantwortlichen unseres Clubs erwarten wir diese klare Haltung sofort, sowohl f\u00fcr die Heimspiele im eigenen Stadion (f\u00fcr Fans des FCC und vor allem f\u00fcr die der G\u00e4ste), als auch beeinflussend auf unsere Gastgeber in Liga und Pokal.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thema Ansetzung\/Absagen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im aktuell laufenden Winterhalbjahr sind einige Regionalliga-Spiele der Witterung zum Opfer gefallen. Soweit, so gewohnt und so zu akzeptieren. Ganz und gar nicht zu akzeptieren ist das Verhalten der Verantwortlichen der Hertha-Amateure \u2013 ein Beispielfall. Auch hier sehen wir eine exemplarische Vorgehensweise, welche einen elementaren Aspekt des Fu\u00dfballs ignoriert: den Umgang mit G\u00e4stezuschauern.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorab: Der Nordostdeutsche Fu\u00dfballverband muss sich in diesem Zusammenhang einmal mehr eine stark verbesserungsw\u00fcrdige Rahmenterminplangestaltung ankreiden lassen. Kein Verein in den hiesigen sportlichen Gefilden kann eine Austragung von Spielen personell, finanziell und vor allem infrastrukturell bei Schneefall sicherstellen. Warum dann aber bis kurz vor Weihnachten und dann auch gleich wieder im Januar gespielt werden muss, erschlie\u00dft sich mit Blick auf die Erfahrungen der letzten Jahre und der Absagenflut nicht. Hier d\u00fcrfen die Verbandsoberen gerne ihre Lehren ziehen und die Nachteile ihrer Ansetzungspolitik nicht l\u00e4nger den klammen Vereinen aufb\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im aktuellen Fall haben wir erst 19 Stunden vor dem Anpfiff Gewissheit \u00fcber die Austragung des Spiels gehabt. Hinzu kommt, dass es sogar am Morgen des Spiels noch eine Begehung des Platzes h\u00e4tte geben sollen. Zu diesem Zeitpunkt w\u00e4ren unsere Mannschaft und mehrere hundert Schlachtenbummler:innen l\u00e4ngst auf dem Weg gen Berlin gewesen. Es ist an der Zeit, auch hier deutlichere Worte zu finden: Wir fordern nicht, dass die Verantwortlichen f\u00fcr die Ansetzungen unsere Leidenschaft teilen oder verstehen. Wir fordern jedoch, dass auch die logistischen und organisatorischen Aufw\u00e4nde von Fans erkannt werden. Es betrifftnicht nur junge Menschen, welche zum Teil nicht nur sprichw\u00f6rtlich ihren letzten Cent f\u00fcr Ausw\u00e4rtsfahrten ausgeben. Wenn dann das Monatsbudget aufgebraucht wird, weil der Bus oder der Sonderzug bei viel zu kurzfristiger Spielabsage trotzdem bezahlt werden muss (was aus Sicht der Unternehmen nachvollziehbar ist), dann ist zum n\u00e4chsten Ausw\u00e4rtsspiel oder zum Nachholtermin deutlich weniger im Stadion los.Die Reisefreudigkeit l\u00e4sst zwangsl\u00e4ufig nach, die Atmosph\u00e4re und Einnahmen vor Ort ebenso.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade ein Club wie die Hertha, welchem selbst alle 14 Tage tausende Anh\u00e4nger quer durch das Bundesgebiet hinterher reisen, muss hier mehr Fingerspitzengef\u00fchl beweisen und damit vorbildlich f\u00fcr etliche deutlich kleinere Vereine agieren. Stattdessen erleben wir das Gegenteil.Wir akzeptieren nat\u00fcrlich, dass gewisse Wetterkapriolen sehr kurzfristig zu Spielabsagen f\u00fchren k\u00f6nnen, auch am Spieltag selbst. Wir wissen aber auch, dass dies absolute Ausnahmen sind und der gesunde Menschenverstand dann jede Kritik unsererseits einbremst. Was wir in der Realit\u00e4t aber leider erleben, ist ein komplettes Ausblenden der Fan- und Ausw\u00e4rtskultur, der Akzeptanz dieser sehr relevanten Seite unseres Sports.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist daher zusammenfassend an der Zeit, dass Vereine und betroffene Verb\u00e4nde eine Haltung entwickeln, welche eine akzeptable und die Rolle von Fans und Zuschauern respektierende Ansetzungspolitik und einen Absage-Codex f\u00f6rdern. Das kann konkret eine deutlich fr\u00fchzeitigere Absage von Spielen bedeuten, unter Beachtung der daf\u00fcr relevanten Faktoren (Prognosen, Anreisewege Gastmannschaft und -anh\u00e4nger, logistische Anforderungen an G\u00e4ste).<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschluss w\u00fcnschen wir uns, dass der FC Carl Zeiss diesbez\u00fcglich voranschreitet. Wir stehen ansprechbar bereit und tragen das Mandat von Tausenden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Horda Azzuro Ultras, stellvertretend f\u00fcr viele leidenschaftliche Anh\u00e4nger des FC Carl Zeiss Jena<\/strong><\/p>\n<div class='avc_visit_counter_front_simple' style=\" width: 100%; max-width: 300px; border: 2px solid #000000; color:#000000; background-color:#ffffff; border-radius: 0px; float: left; padding: 5px\">  <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Offener Brief, der nicht l\u00e4nger warten kann&#8230; Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, die wilde Fahrt durch die R\u00fcckrunde hat begonnen. In der Terminjagd passiert es allzu oft, dass keine Zeit f\u00fcr eine vern\u00fcnftige Auseinandersetzung mit erlebten Problemen bleibt. 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